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Wolfgang Clement
Beim sechsten „Forum Liberal“, an einem wolkenlosen Donnerstagabend (15. April), zeigte sich Wolfgang Clement, ehemaliger Ministerpräsident Nordrhein-Westfalens, von seiner sonnigen Seite. Unter dem Motto „Deutschland braucht Reformen“ kommentierte er gut aufgelegt und zuweilen selbstironisch Themen wie Staatsverschuldung, Koalitionsgebaren oder Bildungspolitik.

Ein wahrhaft prominenter Gast, den sich da Daniel Bahr, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium und münsterscher FDP-Kreisvorsitzender, zu seinem Forum Liberal eingeladen hat – eine Veranstaltungsreihe, in der Personen der Zeitgeschichte nach Münster kommen.

"Satirische Nacht", Klappe, die Vierte: Kurz vor Weihnachten, am 19. Dezember, veranstaltet das Bürgerhaus Kinderhaus den langen Abend der Kleinkunst (Beginn: 20 Uhr). Aufgeboten sind diesmal weit über Münster hinaus bekannte Bühnenensembles: die „6-Zylinder“ einerseits, die Buschtrommel“ andererseits.

Die SPD. Und ihre Repräsentanten: eine - deutschlandweit gesehen - unendliche Geschichte. Jüngstes Kapitel: Wolfgang Clement, früherer Bundeswirtschafts- und Arbeitsminister, davor Ministerpräsident in Nordrhein-Westfalen, ist ab sofort kein Sozialdemokrat mehr. Er hat die Partei verlassen. Zu dem Vorgang erreichte uns eine gemeinsame Erklärung der münsterschen Mandatsträger.

Die christlich-jüdische Gesellschaft hat am Vormittag der Opfer der Pogrom-Nacht gedacht. Vor 70 Jahren, in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 und auch in den Tagen danach, schändeten entfesselte Nazi-Schergen die gottesdienstlichen Versammlungsstätten, sie zerstörten Wohnungen, steckten Geschäftslokale der jüdischen Bürger an.

Was wäre wenn? Was stecken hiesige Sozialdemokraten in ein Abschiedspäckchen, wenn am Ende der frühere NRW-Ministerpräsident und ehemalige Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement die SPD wegen parteischädigenden Verhaltens tatsächlich verlassen müsste? Echo-muenster hörte sich bei prominenten Mitgliedern um.
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