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Karl-Heinz Neubert
Die Fakten sind bekannt: Sinkende Anmeldezahlen an den Haupt-, steigende Quoten hingegen an Gesamtschulen. Die Neuorientierung scheint unumgänglich zu sein. So lädt die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) zur Diskussionsveranstaltung ein - mit Vertretern aus Theorie und Praxis.

Hut ab vor dieser Kampagne, die aus der Not geboren ist. Karl-Heinz Neubert, Leiter der Geistschule, seinen Hauptschülern und ihren Eltern ist der Kragen geplatzt. Gerade mal acht Anmeldungen für das neue Schuljahr waren es, als der Pädagoge die Notbremse zog. Da geht es ans Eingemachte, an die Existenz der Schule im Süden der Stadt.
„Wenn meine Freunde gefragt werden, auf welche Schule sie gehen, dann lügen sie oft. Es ist ihnen peinlich, von der Hauptschule zu kommen“, sagt Derya Bazo, Schülersprecherin der Geistschule. Leiter Karl-Heinz Neubert treiben neben dem schlechten Ruf auch die geringen Anmeldezahlen zum Handeln an: Er will das Bild seiner Schule in der Öffentlichkeit wieder gerade zu rücken.

Professionelle Instrumente, hoch konzentrierte Musiker und ein eingängiger Sound: Wenn die Schüler und Schülerinnen der Geistschule als „First class Rockband“ Rhythmus in den Klassenraum bringen, dann steht ihnen die Begeisterung ins Gesicht geschrieben. Ein Förderprojekt, das zeigt: Hauptschule und Kultur passen gut zusammen.

Die Kultur- und Kongresshalle gibt’s nicht, die Wohltätigkeitsveranstaltung aber schon! Obwohl sich die Münsteraner beim Plebiszit Ende April gegen den Bau der Musenstätte aussprachen, welche ursprünglich durch das Konzert der Bundeswehr-Bigband unterstützt werden sollte, findet am Freitag, 8. August, das Gastspiel trotzdem statt.
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