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Michael Toddenroth

Die Räumung der besetzten Gebäude an der Grevener Straße vom 26. März 2009 soll jetzt im münsterschen Polizeibeirat ein Nachspiel haben. Die einstigen Ereignisse werden auf Antrag der Grünen während der Sitzung am 19. Mai noch einmal aufgerollt.

„Verfehlte Wohnungsbaupolitik“, „unverhältnismäßige Räumung“, „falsche Versprechungen“: Die Aktivisten aus den ehemals besetzten Häusern an der Grevener Straße haben über das Wochenende einen Offenen Brief an die Bevölkerung formuliert, der die Ereignisse der letzten Woche aus ihrer Sicht widerspiegelt. Darin werden zum Teil starke Worte gewählt.
Seit Montagmittag sichert die Polizei mit einem größeren Aufgebot das Haus 53 an der Grevener Straße: Die Beamten sollen jetzt durchsetzen, dass die jeweiligen Versorgungsleitungen abgetrennt werden können (echo-muenster berichtete).

Auf dem Bürgersteig stehen rot-weiße Absperrbaken, ein Lastwagen und ein Mini-Bagger. Bauarbeiter buddeln sich durch die Erde: Seit dem Morgen hat eine Fachfirma damit begonnen, an der Grevener Straße die Strom-, Wasser-. und gegenenfalls auch Gasleitungen in den Nummern 53 bis 55 abzuklemmen.

Beim Gang durch das fast bezugsfertige Gebäude geriet Klemens Nottenkemper, Chef der Wohn + Stadtbau, förmlich ins Schwärmen. „Wir glauben an dieses Projekt“, betonte er, „deshalb engagieren wir uns auch dafür.“ Das Kompliment galt dem von seinem Unternehmen nach Entwürfen des Architekturbüros planwerk errichteten Komplex Grevener Straße 57 bis 59.
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