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Hiltruper See

Was braucht man, um mehr als eineinhalb Jahrtausende in ein Szenario der Vergangenheit zu reisen? Richtig: 600 Jugendliche aus Münster, einen ordentlichen See und den 1. Mai. Und schon sieht es nach ein paar Stunden so aus, wie weiland die römischen Geschichtsschreiber ihre Stadt nach der sprichwörtlichen Plünderung der Vandalen vorgefunden haben.

600 Jugendliche, viel Hochprozentiges und noch mehr Müll: Am ersten Mai löste eine Hundertschaft der Polizei das Trinkgelage rund um den Hiltruper See auf – und steht seitdem wegen unangemessener Härte in der Kritik. Nun zeigt Polizeipräsident Hubert Wimber einen Videomitschnitt dessen, was vor Ort geschah.

Zwei Tage danach: Das von rund 600 Jugendlichen am Hiltruper See initiierte Trinkgelage – eine Hundertschaft der Polizei bereitete der 1. Mai-Sause schließlich ein Ende – beschäftigt weiterhin die Gemüter.

Ein 31 Jahre alter Mann aus Münster fuhr am Samstagnachmittag, 1. Mai, mit seinem Fahrrad auf dem Leinpfad des Dortmund- Ems- Kanals in Richtung Hiltrup-Ost. Gegen 15.15 Uhr, auf Höhe des Hiltruper Sees, kam ihm eine Gruppe von acht bis zehn Radlern entgegen. Obwohl der Mann ausgewichen und äußerst rechts gefahren ist, kam es zu einem Zusammenstoß.

Ein unkontrolliertes Trinkgelage am 1. Mai ließ die Polizei häufiger zum Hiltruper See ausrücken, bis schließlich die Party mit Hilfe einer Hundertschaft aufgelöst wurde. Rund 600 Leute hatten sich hier versammelt. Bereits am Nachmittag musste mehrmals ein Rettungswagen dorthin entsandt werden, um offiziellen Angaben zufolge völlig betrunkene Minderjährige zu versorgen.
Das Material aus einer so genannten Onboard-Kamera wird vermutlich dazu beitragen, einen Verkehrsrowdy zu überführen: Ein Autofahrer filmte den gefährlichen Überholversuch eines PKW-Fahrers und stellte sein Material der Polizei zur Verfügung.

Die Wettervorhersage verspricht für den 1. Mai "warm und sonnig" – ideal für Ausflüge und Picknicks. Nach dem Wochenende stellt sich dann vermutlich im städtischen Amt für Grünflächen und Umweltschutz der Katzenjammer ein: Massenhaft Müll in den Grünanlagen und Gewässern.

Eigentlich ist der Retriever ein ausgesprochener Freund des kühlen Nasses und er wird zur Wasserrettung eingesetzt. Heute aber gab es eine Rettung unter umgekehrten Vorzeichen. Die Feuerwehr fischte um 13.10 Uhr einen Golden Retriever aus dem Hiltruper See. Der Vierbeiner war ins Eis eingebrochen und drohte zu erfrieren.
Das Problem ist vom Aasee lange bekannt. Jetzt hat es anscheinend auch den Hiltruper See erwischt. Dessen Wasser ist zurzeit trübe und grünlich. Blaualgen-Alarm!
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