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Dr. Wolf Heinrichs

Da hatte der Münsteraner Oswald Grommes Vorwürfe von erheblicher Tragweite gegen die beiden Beigeordneten Helga Bickeböller und Dr. Wolf Heinrichs erhoben - im Zusammenhang mit dem Ermittlungsverfahren zu Besichtigungsfahrten des Aufsichtsrates der Wohn + Stadtbau. Anschuldigungen, die jetzt wiederum die Verwaltung tätig werden ließ.
Bürger Oswald Grommes sieht sich bisweilen zum Handeln aufgefordert - häufig dann, wenn er zu meinen glaubt, dass Steuergelder falsch ausgegeben würden. So auch in diesem Fall: Nach eigenen Angaben erstattete er jüngst Strafanzeige gegen die beiden Beigeordneten Helga Bickeböller und Dr. Wolf Heinrichs beim Generalstaatsanwalt in Hamm.

Für weitere zwei Jahre ist am Mittwochabend (17. März) Dr. Wolf Heinrichs, Münsters Beigeordneter für Recht, Ordnung, Personal und Organisation, im Rat wiedergewählt worden. Neben Gegenstimmen der Linken und einigen Enthaltungen bei den Grünen stimmten die anderen Parteivertreter für den Stadtrat.

Der Wiederwahl von Stadtrat Dr. Wolf Heinrichs dürfte nichts mehr im Wege stehen: Am Montagabend, während ihrer Fraktionssitzung, sprachen sich auch die Sozialdemokraten für eine Verlängerung der Amtszeit aus. Zuvor hatten bereits die Union, aber auch Liberale und Grüne, Unterstützung für Heinrichs deutlich werden lassen.

18.000 Euro soll er bezahlen, der Chef der Wohn + Stadtbau. Ein Strafbefehl, den jetzt das Amtsgericht Münster gegen Klemens Nottenkemper erließ – auf Antrag der hiesigen Staatsanwaltschaft, die zuvor wochenlang wegen möglicher Untreue ermittelt hatte.

Die Vorbereitungen für die Kommunalwahl am 30. August laufen auf vollen Touren. Manfred Meyer, der Leiter des städtischen Hauptwahlbüros, und seine Mitarbeiter kümmern sich mit gewohnter Routine darum, dass die Bürger ihrer demokratischen Pflicht nachkommen können.

Zäh haben sie sich über die letzten Monate hinweg gezogen, jetzt haben die Streiks der Erzieherinnen und Erzieher ein Ende gefunden: Am Montagnachmittag haben sich Arbeitgeber und Gewerkschaften auf einen Kita-Tarifvertrag geeinigt. Für die Stadt Münster entstehen dadurch Mehrkosten von 790.000 Euro.

790.000 Euro Mehrkosten müssen im kommenden Jahr von der Stadt Münster geschultert werden – so lautet die aktuelle Hochrechnung im Zuge der neuen Tarifverträge für Erzieherinnen und Sozialarbeiter. Die Zahl ist soeben aus der Verwaltung bekannt gegeben worden.

Barbara Prautzsch, Vorsitzende des Stadtelternrates, hielt Wort. Auf der gemeinsam mit Ver.di anberaumten Diskussionsveranstaltung in der vergangenen Woche hatte sie angekündigt, stellvertretend für die vom Kita-Streik betroffenen münsterschen Väter und Mütter einen Offenen Brief an die Verwaltungsspitze abzuschicken. Am Montagabend nun wurde das Schreiben verlesen.

Die Ver.di-Bundestarifkommission hat das Angebot der Kommunalen Arbeitgeber einstimmig abgelehnt, insofern sind die Verhandlungen für Erzieher vorerst gescheitert. In einem Offenen Brief an Oberbürgermeister Dr. Tillmann und dessen Personaldezernenten Dr. Heinrichs hat Gewerkschaftsführer Bernd Bajohr jetzt zur Teilnahme an einer Kundgebung vor dem Stadthaus 1 eingeladen.
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