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Maik Walpurgis

Der Trainer, der mit dem 1:1 nicht zufrieden war, wünschte dem anderen „viel Erfolg für die neue Saison.“ Maik Walpurgis war höflich zu Marc Fascher nach dem Remis in Lotte. Wir nehmen an, dass der Sportfreunde-Coach seinen Tagesgegner nicht zurück zu Concordia Hamburg wünschte. Auch Walpurgis ist sicher, Fascher als Konkurrenten wieder zu sehen.

Ein sehenswertes Regionalligaduell hatte am Donnerstag keinen Sieger. Der SC Preußen erreicht am 31. Spieltag bei den Sportfreunden Lotte nach eigener Führung ein 1:1 (1:0) und verpasste dem Gastgeber den nächsten Dämpfer in Sachen Aufstiegsendspurt. Der Punktgewinn ist freilich ein glücklicher, denn Lotte drückte mächtig und hatte die besseren Torchancen.

Spielern und Fans ist der Ausgang dieses Duells beileibe nicht egal. Der Trainer schließt sich da gerne an: Im Donnerstag-Regionalligaspiel des SC Preußen bei den Sportfreunden Lotte (19 Uhr, PGW-Arena) wollen und müssen wohl auch die „Städter“ gegenüber den gastgebenden „Dörflern“ etwas gerade rücken. Ob es nun Auswirkungen auf die Tabelle hat oder nicht.

Die Tabelle ist gerade – erstmals seit Monaten wieder. Und in der Fußball-Regionalliga steht seit Dienstag der von Maik Walpurgis (Foto) trainierte Rangzweite SF Lotte, Preußen Münsters Gastgeber am 29. April, nach dem 2:3 (1:2) im Heimspiel gegen den SC Verl desillusioniert da.

Münsteraner und Ex-Preußen gab und gibt es beim Regionalliga-Ersten reichlich. Den Sportfreunden Lotte sind derlei Fußballer lieb und wichtig. Jetzt hat sich eine ganz neue Kooperation angebahnt. Ein Unistädter und weithin bekannter Ex-Torwart hilft den beiden SF-Keeper auf die Sprünge.

Der SC Preußen hat sich, was die Fakten angeht, eine Aussicht erhalten, nicht mehr und nicht weniger. Die Aussicht, die Regionalligaspielzeit zu seinen Gunsten spannend zu machen. Und die Konkurrenz des bisher souveränen Ersten SF Lotte wird mit Genugtuung zu Kenntnis nehmen, dass es keine unschlagbare Mannschaft gibt.

Vor der Saisonrekordkulisse von 5038 Zuschauern an der Hammer Straße hat sich der SC Preußen am Samstag bestens in Szene gesetzt. Mit dem 2:0 (1:0)-Sieg in der Fußball-Regionalliga über den bisher ungeschlagenen Ersten Sportfreunde Lotte besorgte Münster der Liga neue Spannung und rettete sich selbst die Aussicht, irgendwann noch ins Aufstiegsrennen eingreifen zu können.

Neun, sechs, zwölf. Diese Zahlen spuken vielleicht den Regionalligafußballern des SC Preußen und der Sportfreunde Lotte im Kopf herum. Vor dem Samstagduell (14 Uhr) in Münster liegen die Gastgeber um neun Zähler hinter dem Überraschungsersten zurück, wollen die Distanz auf sechs verringern – und laufen Gefahr, dass Lotte den Vorsprung auf zwölf Punkte ausbaut.

Mehrere vormalige Preußenfußballer sind heute noch am Autobahnkreuz am Ball, wie die traditionsbewussten Fans des Adlerklubs in Münster die Sportfreunde Lotte gerne spöttelnd verorten. Noch jung genug, um auflaufen zu können, ist der Münsteraner Ovid Hajou. Aber der 25-Jährige darf den Leistungssport längst nicht mehr ausüben.

Jens Wissing humpelte sich in Position, mühsam nur noch und dosiert. Jede Unterbrechung nutzte er zum Durchschnaufen, die Arme in die Seiten gestemmt. Er musste durchhalten. "Ich gehe doch nicht runter", grinste er nach 120 Minuten. Der Leistungsträger des SC Preußen wollte seine Sportskollegen im Pokal nicht alleine lassen.
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