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Liberale

Knapp sieben Wochen bis zur Landtagswahl: Ein Zeitraum, den die Freien Demokraten ausgiebig nutzen wollen, um den Bürger von ihren Positionen zu überzeugen. Zum Auftakt der „heißen Phase“ machen die beiden Direktkandidaten Petra Pabst (Süd) und Christoph Jauch (Nord) deutlich, dass sie „hochmotiviert“ den Meinungsaustausch mit den übrigen Bewerbern pflegen wollen.

Der Vorstoß des linken Landtagsabgeordneten Rüdiger Sagel, eine fünf- bis zehnprozentige Kulturabgabe für Touristen in Münster einzuführen, kommt für die hiesige FDP nicht überraschend.
"Wir möchten 20 Jahre nach dem Fall der innerdeutschen Mauer und 60 Jahre nach der Gründung der Bundesrepublik ein deutliches Zeichen für Freiheit und Einheit setzen und die aktive Auseinandersetzung mit dem SED-Regime befördern", erläutert die FDP-Fraktionsvorsitzende Carola Möllemann-Appelhoff einen aktuellen Ratsantrages der Liberalen.

Die FDP-Fraktion setzt beim Start in die neue Ratsperiode auf Kontinuität und Erfahrung: Die siebenköpfige Mannschaft wählte am Montagabend einstimmig Carola Möllemann-Appelhoff zur Vorsitzenden.

Sie ist vermutlich eine der meist fotografierten Frauen in dieser Stadt. Sicher hätte sie auch bei einer Bekanntheitsumfrage unter Münsters Prominenten die Nase ganz weit vorne: Carola Möllemann-Appelhoff feiert am heutigen Samstag ihren 60. Geburtstag.
Die Christliche Initiative Romero e.V. (CIR) hat den Bundesvorsitzenden der FDP und Spitzenkandidaten der Liberalen für die Bundestagswahl, Dr. Guido Westerwelle, aufgefordert, „eindeutig Stellung gegen den Putsch in Honduras und gegen Menschenrechtsverletzungen in dem mittelamerikanischen Land zu beziehen.“

Er habe gerade mal „Betriebstemperatur“ erreicht, wiegelt FDP-Kandidat Daniel Bahr lässig ab, wenn er nach den Strapazen des übergangslosen Wahlkampfes von Kommunal- zu Bundestagsentscheidung gefragt wird.
„Frohen Mutes“, so Carola Möllemann-Appelhoff, sehe die münstersche FDP dem Wahlsonntag entgegen – „auch wenn wir wissen, dass es für Gelb-Schwarz knapp werden könnte“.
Förderung von Kindern und Jugendlichen, Ausbau von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen, Stabilisierung der städtischen Finanzen: Das Wahlprogramm der FDP, es ist reich bestückt mit ehrgeizigen Plänen. „Auf uns ist Verlass“, lautet das Versprechen auf den Werbeplakaten – um es halten zu können, wollen die Liberalen vor allem eins: Den Blick für die Realität wahren.

Gewiss: Politisch korrekt war es nicht, das nächtliche Verunzieren eines Wahlplakats durch den grünen Ratsherrn Tim Rohleder. Wer die Aushängeschilder des politischen Gegners – in dem Fall der Liberalen - mit klassenkämpferischen Kommentaren versieht, der macht sich allein schon im juristischen Sinne der Sachbeschädigung schuldig.
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