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Besetzung

Anlässlich des 250. Geburtstags Friedrich Schillers hat Meinard Zanger, Intendant am Wolfgang Borchert Theater (WBT), eines der spannendsten Stücke des deutschen "National"-Dichters in den Spielplan genommen: Nach zweieinhalb Monaten Pause wird am Dienstag, 20., und Mittwoch, 21. April, wieder Schillers Politkrimi „Maria Stuart“ auf die Bühne gebracht.

Eine erste erfreuliche Folge des Bologna-Tages: Universitäts-Rektorin Prof. Dr. Ursula Nelles hat ihre am 5. November gestellten Strafanträge wegen der Besetzung des Hörsaals Audimax in der Johannisstraße zurückgezogen.

Monatelang lag der Schuttberg verwaist - und diente als Stütze für das Nachbargebäude. Seit Montagmorgen nun wurden die aufgrund statischer Komplikationen im April 2009 gestoppten Abrissarbeiten auf dem Areal der ehemals umkämpften Häuser an der Grevener Straße wieder aufgenommen.

Michael Dunker, Fachschaftenreferent des AStA der Uni Münster, hat in der heutigen Senatssitzung Rektorin Ursula Nelles 6388 Unterschriften übergeben.
Von verschiedenen Seiten kommen nach der (Beinahe-)Räumung des Hörsaals F1 und der entsprechenden Erklärung des Rektorats Reaktionen auf das Vorgehen der Hochschulverwaltung.
Gefährdet die augenblickliche Besetzung des Hörsaals F1 im Fürstenberghaus die groß angekündigte Wanderausstellung der Deutschen Forschungsgemeinschaft? Zumindest konnte heute nicht, wie geplant, mit dem Aufbau begonnen werden.

Das unabhängige Fachschaften Forum (uFaFo) möchte die Gunst der Stunde nutzen: Die Protestwelle an den deutschen Hochschulen sei eine "einmalige Chance", so heißt es in einem Aufruf an die Studierenden.

"Der heiße Herbst hat begonnen": Überschrift einer Erklärung, mit der sich jene Schüler und Studierenden, die am Dienstagabend den F1 im Fürstenberghaus in Beschlag nahmen, zu Wort melden. Sie verweisen darauf, mit ihrem Vorgehen nicht alleine da zu stehen. So wurden in Deutschland bislang schon in 51 Städten Hörsäle besetzt.

"Uni-Aneignung" hieß es zum Wochenanfang im Internet vielsagend. Als Treffpunkt für etwaige Teilnehmer war zuvor der Domplatz genannt worden. Doch mehr als fünfzehn bis zwanzig Studierende hatten sich dort nicht eingefunden. Aufgeteilt in mehrere Grüppchen, standen sie auf dem Gelände, diskutierten über die jüngsten Ereignisse an der Uni.

Die Besetzung im Audimax ist beendet. Um 6 Uhr früh rückte die Polizei, nach Auskunft ihres Sprechers Klaus Laackman mit "entsprechendem Aufgebot" vor Ort vertreten, im Hörsaal an. Der Aufforderung, ihn unverzüglich zu räumen, kamen die 53 Studierenden laut Laackman "sehr ruhig, sehr diszipliniert" nach.
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