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Nordtangente

Gestrichen: Mit den Stimmen von SPD, Grünen, Linken sowie ÖDP/UWG ist am frühen Mittwochabend während der Sitzung des Hauptausschusses die unter den Bürgern strittig diskutierte Trasse der dritten Nordtangente gekippt worden. Jahrelang war zuvor um das Projekt politisch gerungen worden, nunmehr gehört es wohl endgültig der Vergangenheit an.

Politik – das ist die Kunst des Kompromisses. Wie Ausgleich funktioniert, exerzierten Christdemokraten und Liberale am vergangenen Wochenende vor. Da wurden nach den Worten der Fraktionsvorsitzenden in „konstruktiver Atmosphäre“, „außerordentlich schnell“, „fair und vertrauensvoll“ die noch „offenen Fragen“ zu den Haushaltsansätzen aus der Welt geschafft.
„Wir freuen uns, dass es bei der derzeitigen Ratsmehrheit erste Anzeichen für ein Umdenken bei der III. Nordtagente gibt", kommentiert GAL-Ratsherr Jörn Möltgen, fachpolitischer Sprecher seiner Fraktion, die FDP-Entscheidung, Planungsmittel für den Tangentenbau im Verwaltungsentwurf des städtischen Haushalts wegen massiver Umweltbedenken zu streichen.

„Was SPD und Linke uns da vorwerfen, zielt absolut ins Leere“: Bei dieser Passage seiner Ausführungen wurde Josef Rickfelder, CDU-Ratsherr aus Handorf und zugleich der Sprecher für den Bereich Kinder, Jugend und Familie, richtig energisch.

Nein, ihre Vorschläge zum münsterschen Etat 2009 haben die Koalitionspartner noch nicht untereinander abgestimmt. „Wir werden darüber aber in Kürze mit der Union reden“, betonten die FDP-Fraktionsvorsitzende Carola Möllemann-Appelhoff und ihr Stellvertreter Jürgen Reuter, als sie am Montag Schwerpunkte der am Wochenende einberufenen Klausurtagung erläuterten.
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