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Hubertus Zdebel

Lange dauerte sie, die jüngste Mitgliederversammlung der Linken. Gab es doch allerhand Gesprächsstoff. So sollen nach dem Willen der Basis Rüdiger Sagel und Ali Atalan mit Blick auf die bevorstehende Landtagswahl aussichtsreiche Plätze auf der NRW-Liste erhalten. Darüber hinaus war die künftige Ratsarbeit der Fraktion ein bestimmender Tagesordnungspunkt.

Der Wahlkampf steckt ihnen noch in den Knochen, aber die Anstrengungen für den Klimapakt gehen über alle Parteigrenzen hinweg weiter: Mit Ruprecht Polenz (CDU), Christoph Strässer (SPD), Maria Klein-Schmeink (Grüne), Daniel Bahr (FDP) und Hubertus Zdebel (Linke) stellen sich die Abgeordneten der fünf stärksten Parteien hinter den Bürgerpakt für den Klimaschutz.

Sie hängen noch, hängen und hängen. Mal hier, mal dort. Oder stehen an den Ecken `rum, wie bestellt und nicht abgeholt – jene Poster, mit denen die Parteien während der vergangenen Monate ihre Kandidaten und Programme anpriesen. Doch nun - der letzte Urnengang ist längst vorbei - wird‘ s allmählich höchste Zeit, dass die Werbetafeln aus dem Stadtbild verschwinden. Oder?

Im dritten Anlauf ist es Ruprecht Polenz (CDU) heute bei der Bundestagswahl gelungen, in Münster dem Konkurrenten Christoph Strässer (SPD) mit einem Stimmenergebnis von 39,26 : 32,62 Prozent der Erststimmen das Direktmandat abzunehmen.

Geschlaucht? „Nein“, sagt Hubertus Zdebel, Direktkandidat der Linken für die Bundestagswahl, „alles easy“.

Probebohrung auf dem Domplatz? Nein - keine Sorge. Es war lediglich ein provokant aufgezogenes Happening. Mit seinem am Samstagnachmittag initiierten, ungewöhnlichen Protestzug heizte das Kampagnen-Netzwerk Campact die Diskussion um den Atomausstieg neu ein.

Angela Merkel, Frank-Walter Steinmeier, Guido Westerwelle, Jürgen Trittin - und am Mittwoch, 23. September, kommt Sahra Wagenknecht: Der Bundestagswahlkampf bringt die bundesdeutsche Polit-Prominenz nach Münster.

Mit einer täuschend echten Castor-Attrappe samt 40-Tonnen-Lastwagen, Sirenen, Schutzanzügen und Geigerzählern will das Kampagnennetzwerk Campact am Samstagnachmittag, 19. September, in der münsterschen Innenstadt nach passenden Endlagerstätten für radioaktiven Müll suchen.

Geschlagen hat man ihn, mit Boxhieben traktiert, am Ende soll sogar der Regenschirm als Waffe gegen Theo Knetzger, Wahlleiter der Linken, eingesetzt worden sein. Der behandelnde Arzt stellte inzwischen Prellungen an Nieren und Milz fest.

Alle Kraft voraus: Die Losung der Linken für die Bundestagswahl. „Wir“, analysiert Rüdiger Sagel, der Landtagsabgeordnete, die örtlichen Ergebnisse des jüngsten Urnengangs, „wir sind der einzig wirkliche Gewinner, konnten relativ deutlich zulegen.“
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