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soziales Zentrum

Zum 20-jährigen Bestehen der Verbindung Münster - Rjasan stattet eine sechsköpfige Gruppe der russischen Partnerschaftsstadt Besuch ab. Die Delegation reist am Sonntag, 13. Dezember, unter Leitung von Bürgermeisterin Beate Vilhjalmsson. Münster erwidert damit die Jubiläums-Visite der Gäste, die sich im September hier aufgehalten hatten.

Sie lassen nicht locker. Heute Morgen wurde mit der ehemaligen Gebrüder-Grimm-Schule an der Scheibenstraße in Münster einmal mehr ein städtisches Haus besetzt und damit deutlich gemacht, dass die Forderung nach einem selbstverwalteten, sozialen Zentrum nicht vergessen ist.

Aufatmen im Verwaltungssitz des Gebäude-Eigentümers: „Uns fällt ein Stein vom Herzen, dass alles derart ruhig, derart geordnet vonstatten gegangen ist“: So lautete die erste Reaktion von Stadtwerke-Sprecherin Petra Willing nach dem völlig unspektakulären Polizeieinsatz im ehemals von Aktivisten in Beschlag genommenen Bürokomplex am Hafenweg.

Die Hausbesetzer vom Mittelhafen haben am Abend einen Offenen Brief an die Mitglieder des Aufsichtsrates der Stadtwerke sowie an die Ratsfraktionen geschickt. In dem Papier wird die freiwillige Räumung des in Beschlag genommenen Gebäudes für den Fall angeboten, dass die Stadt ihre in puncto "Soziales Zentrum" getätigten Zusagen einhält.

Sie sollen unverzüglich das Gebäude räumen, sollen es an die Eigentümerin Stadtwerke zurückgeben. Doch die Hausbesetzer im früheren Bürokomplex am Mittelhafen denken nicht daran, den Auflagen nachzukommen. „Wir bleiben“, heißt es kategorisch in ihrer neuen Pressemitteilung, obwohl die Strafanzeige aufgrund der illegalen Vorgehensweise längst unterwegs ist.

Die Forderung nach einem „Sozialen Zentrum“, sie ist spätestens seit dem vergangenen Freitag wieder en vogue. An diesem Abend nutzten Hausbesetzer die publikumsträchtige Kulisse des gerade von Bürgermeisterin Karin Reismann eröffneten Hafenfestes, um einen leerstehenden Bürokomplex der Stadtwerke in Beschlag zu nehmen. Devise? „Die Grevener Straße ist überall.“
Völlig unaufgeregt gehen Eigentümerin und Polizei mit der Haubesetzung um, die sich im Schatten des Hafenfestes heute Nachmittag vollzog.

Aus seinen Worten klingt ein gewisser Unmut. „Mich bringt so schnell nichts aus der Fassung“, erklärt CDU-Ratsherr Richard-Michael Halberstadt, „doch dass der Verein ask es immer noch nicht für nötig erachtete, offiziell mit uns Kontakt aufzunehmen, finde ich ziemlich merkwürdig.“ Kein Stil, wie sich der unter Verhandlungspartnern gezieme.
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