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Woolworth

Nach intensiven Verhandlungen hat Insolvenzverwalter Ottmar Hermann die Discount-Warenhauskette Woolworth an eine Bieter-Gemeinschaft verkauft. Alle 162 Filialen – darunter eine Münster – einschließlich der 4.300 Mitarbeiter werden übernommen. Damit steht Woolworth, 13 Monate nach dem Insolvenzantrag und der erfolgreichen Restrukturierung, vor einem aussichtsreichen Neubeginn.

Auf einer Achterbahnfahrt der Gefühle dürften sich in diesen Tagen die Mitarbeiter der insolventen Discount-Warenhauskette Woolworth befinden: Nachdem am Donnerstag, 29. April, der Finanzinvestor Cerberus allen Beteiligten des laufenden Bieterverfahrens eine Absage erteilt hat, überprüft Insolvenzverwalter Ottmar Hermann jetzt ein neues Angbot zur Übernahme.

"Die Drogeriekette Rossmann befindet sich in Verhandlungen um die Woolworth-Immobilie in der Salzstraße": So lautet die Auskunft von Unternehmenssprecher Edzard Schönrock auf Anfrage von echo-muenster.de. Aber: "Dies kann ich wiederum nicht bestätigen“, sagt unterdes Pietro Nuvoloni, der Insolvenzverwalter der Warenhauskette.

Fast wäre die Rettung der seit sieben Monaten im Insolvenzverfahren steckenden Warenhauskette Woolworth gescheitert. Gescheitert am Hauptvermieter, der amerikanische Beteiligungsgesellschaft Cerberus. Mit dem US-Finanzinvestor war trotz mehrmonatiger Verhandlungen keine Einigung über die Mietkonditionen für 82 der bundesweit 160 Fortführungsfilialen erzielt worden.

Noch ist die Kuh nicht vom Eis, aber sie ist offenbar auf direktem Weg ans rettende Ufer: Micha Guttmann, Pressesprecher des Woolworth-Insolvenzverwalters Ottmar Hermann, bestätigte, dass die Filiale Münster „gut ins Fortführungskonzept passt und gute Chancen hat, endgültig zu bleiben.“ Die Entscheidung, sie könne täglich fallen.

So schön die Nachricht für die 30 Beschäftigten, die um ihre Arbeitsplätze bangen, gewesen wäre: Aber der Erhalt der Filiale Münster des insolventen Kaufhauses Woolworth ist noch nicht besiegelt. Anders lautenden Medienmeldungen zum Trotz.

Wird Woolworth in Münster bleiben? Eine Frage, die sich zur Stunde nicht abschließend beantworten lässt. Das Insolvenzverfahren und die darin enthaltenen Konzepte zur Sanierung des Konzerns und zum Erhalt von 150 Filialen am Standort Deutschland stehen erst am Anfang des Verfahrens.

Der Gläubigerausschuss von Woolworth hat dem Fortführungskonzept von Insolvenzverwalter Ottmar Hermann zugestimmt. Damit sollen nunmehr mindestens 150 der insgesamt 310 Standorte in Deutschland fortgeführt werden. Ob Münster dazu gehört, ist zur Stunde noch unklar.

In diesen Zeiten der nicht enden wollenden Negativ-Schlagzeilen aus der Wirtschaft konnte heute (Freitag) der Einzelhandelsverband Westfalen-Münsterland e.V. (EHV WM) mit einer guten Nachricht aufwarten: "Die Lage ist stabil, erstaunlich stabil.“

„Wir schließen“ prangt in großen Lettern die Botschaft über der Eingangstür des Geschäftes Salzstraße 54, dass sich der Sonderverkauf in der ehemaligen Deichmann-Filiale dem Ende zuneigt. Am 1. Mai ist Schluss für den Interimsmieter.
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