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Kirche

Die katholische Kirche sollte nach Ansicht von münsterschen Theologinnen und Theologen angesichts des Missbrauchsskandals ihre Sexualmoral und ihr Priesterbild überdenken.

Die Zahl der Kirchenaustritte im Bistum Münster ist im ersten Vierteljahr 2010 im Vergleich zum Vorjahr klar angestiegen: von 1.695 in den Monaten Januar bis März 2009 auf nunmehr 1.851 - bezogen auf den gleichen Zeitraums.
Die öffentliche Debatte um sexuellen Missbrauch reißt nicht ab. Immer mehr Fälle aus kirchlichen und anderen Einrichtungen werden bekannt. Die katholische Kirche steckt in einer Krise, die weder Gläubige noch Skeptiker kalt lässt.

Das Bild der katholischen Kirche hat sich in den vergangenen Wochen und Monaten verändert. Die bekannt gewordenen sexuellen Übergriffe und Missbrauchsfälle in katholischen Institutionen, Orden und Gemeinden haben eine öffentliche Debatte in Gang gesetzt, in der viele Katholiken leiden: Einmal mit den Opfern, aber auch am allerorten erlebbaren Vertrauensverlust.

Auch im Münster und Umgebung sind in den vergangenen Wochen eine Reihe von Fällen sexuellem Missbrauchs von Geistlichen an Kindern ans Licht gekommen.

Prominente Festredner eröffnen am Mittwoch, 24. März, eine Tagung über die Päpste Pius XI. und Pius XII., die vor allem wegen ihrer Politik gegenüber dem Nationalsozialismus umstritten sind.
Mordechay Lewy (Foto rechts), Botschafter Israels beim Heiligen Stuhl, wird auf das schwierige Verhältnis zwischen dem Vatikan und Israel eingehen.

„Wir betrachten diese Entscheidung als Gesprächsangebot.“ Matthias Lückertz, Sprecher der Initiative starke Innenstadt (ISI), nähert sich der Ablehnung des Rates von zwei Terminen für einen verkaufsoffenen Sonntag von der diplomatischen Seite.

„Den Anker in die Zukunft werfen“: Unter diesem Motto stand ein zweiter „Tag der Ehrenamtlichen“, der am Samstag in der Halle Münsterland und im St.-Paulus-Dom stattfand. Der Bischof und das Diözesankomitee der Katholiken hatten eingeladen, rund 600 Ehrenamtliche waren gekommen. Von überall im Bistum waren Aktive aus Pfarreien und Verbänden angereist.

„Wir verkünden euch das Leben“ – in seinem bischöflichen Wahlspruch kommt zum Ausdruck, was für Münsters Oberhirte Dr. Felix Genn auch privat wichtig ist: Natürlichkeit, Ehrlichkeit, Einfachheit und spirituelle Tiefe. Werte, die der Kirchenmann seit jeher praktiziert. Heute, am 6. März, feiert er seinen 60. Geburtstag.

In einer aktuellen Ergänzung seines zur Fastenzeit verfassten Hirtenwortes, das schon vor Bekanntwerden sexueller Missbrauchsvorwürfe innerhalb der Kirche formuliert worden war, äußerte sich Bischof Felix Genn „erschüttert“ darüber, dass es wohl auch im Bistum Münster zu derartigen Vorkommnissen durch Priester und Ordensleute gekommen sei.
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