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Uwe Erkenbrecher

Das war zu deutlich, um irgendeiner Seite egal zu sein. Erstmals unter Trainer Marc Fascher lieferte der SC Preußen daheim ein Qualitätsspiel ab und verbesserte am Freitag mit dem 4:0 gegen RW Essen die Karten des Hamburgers, über die Serie hinaus im Fußballamt zu bleiben. Dass er das will, ist unstrittig. Ob er das darf, ist noch nicht raus.

Die nächste Auflage des alten Schlagers ging an den SC Preußen. Im Regionalliga-Fußballspiel vor 6309 Zuschauern setzte sich Münsters Mannschaft am Freitag nach sehr gelungener Vorstellung mit 4:0 (2:0) gegen Rot-Weiß Essen durch und überflügelt den Revierklub in der Tabelle. Dieser Prestigepunkt geht an die Adlerträger.

Die sportlich bedingte Rivalität und die Attraktivität der Namen der beteiligten Klubs müssen heuer herhalten, um dem Freitagspiel (19 Uhr, Preußenstadion) zwischen dem SC Preußen und RW Essen ein bisschen Glanz zu verleihen. Das Regionalligaspiel wird so oder so nicht mehr als eine Momentaufnahme im Fußballalltag.

Der Torwart nahm Augenkontakt auf mit seinem Trainer. David Buchholz fragte nonverbal aus Entfernung um Erlaubnis für diesen ersten und letzten Ausflug. Schlussmänner machen so was schon mal im Fußball, wenn sie glauben, zum finalen Mittel greifen zu müssen. Nicht immer bringt es Erfolg – Samstag aus Preußensicht aber schon.

Auf der Baustelle namens Georg-Melches-Stadion haben die Regionalliga-Preußen am Samstag vor 10.022 Zuschauern in letzter Minute den Gastgebern die Stirn bieten können. Der Fußball-Westschlager bei RW Essen endete am 12. Spieltag mit einem 1:1 (0:0), weil Wojciech Pollok in der Nachspielzeit zum glücklichen Remis traf.

In dieses Spiel müssen sich die Preußen nicht schleichen. Samstag (14 Uhr, Georg-Melches-Stadion) darf der Fußball-Regionalligist das ewig reizvolle Westderby bei RW Essen erhobenen Hauptes angehen. Wer zuletzt 16 von 18 möglichen Punkten holte, der darf geradeaus gucken.

In der Vorsaison liefen die Preußen den Rot-Weißen den Rang ab. In den direkten Duellen mit 7:1 Toren überdeutlich. Samstag (14 Uhr) steht das nächste Duell der beiden traditionsreichen Regionalligisten an der Hafenstraße an. Geht es nach Preußens Chefscout, dürfte sich die Schmidt-Elf kaum überraschen lassen. „Ich habe Essen acht Mal gesehen – so oft wie kein anderes Team.“
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