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Bologna-Tag

Dass ein älterer Student einen jüngeren in einer Lerngruppe betreut, ist nicht ungewöhnlich. Dass alle Studierenden eines Fachs diese Aufgaben als festen Bestandteil ihres Studiums übernehmen, ist dagegen selten.

Eine erste erfreuliche Folge des Bologna-Tages: Universitäts-Rektorin Prof. Dr. Ursula Nelles hat ihre am 5. November gestellten Strafanträge wegen der Besetzung des Hörsaals Audimax in der Johannisstraße zurückgezogen.
"Ach, das wusste ich ja noch gar nicht", klang es mehrfach aus den Seminarräumen der vier Arbeitsgruppen des Bologna-Tages an der WWU.
"Es kann alles nur besser werden." Mit dieser Bemerkung traf Prorektorin Dr.Marianne Ravenstein, zuständig für Lehre, Studienreform und studentische Angelegenheiten, sicherlich den Nerv vieler Studierender, die sich heute zum ersten Bologna-Tag an der Universität eingefunden hatten.

Studierende beklagen zu viel Stoff und zu viele Prüfungen in zu wenig Zeit, mangelnde Flexibilität und eine zu starke Verschulung des Studiums. Im Rahmen der Bemühungen der Universität, die durch den "Bologna-Prozess" entstehenden Probleme so gering wie möglich zu halten, etwa durch die eigene Abteilung "Qualität der Lehre", ist auch der Bologna-Tag am Mittwoch zu sehen.

"Eines steht fest", betont Dr. Marianne Ravenstein, Prorektorin für studentische Angelegenheiten an der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster, "bei der Bologna-Reform gibt es dringenden Nachbesserungsbedarf."
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