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Herat

Es war in Berlin, beim Empfang des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft e.V., als Titus Dittmann, 61, und Cem Özdemir, 44, sich gegenseitig vorgestellt wurden. Schnell kam die Sprache auf die Aktivitäten des münsterschen Skateboard-Pioniers am Hindukusch.

Marc Zanger hat in seinem Leben schon viele körperlich anstrengende Jobs ausgeübt: „Ich dachte, Untertagearbeit wäre das Härteste. Jetzt bin ich schlauer“, berichtet er in seinem aktuellen Tagebuch aus Afghanistan von den besonderen Herausforderungen beim Bau des Skateboard-Parks an einer Schule in der westlichen Provinz Herat.

Begleitschutz? Den lehnt Titus Dittmann bei den Touren durch Afghanistan kategorisch ab. „Damit“, sagt er, „damit würde ich doch nur Taliban anlocken.“ Nein – sobald der Münsteraner auf dem Flughafen von Kabul landet, wählt er ganz bewusst die übliche Kleidung der Dorfbewohner. Den Turban oder Kaftan etwa – aber nichts, was ihn als westlichen Touristen ausweisen würde.

"Diesmal reise ich mit einem mulmigen Gefühl": So lautete der O-Ton von Titus Dittmann am Mittwochabend in Frankfurt kurz vor dem Abflug Richtung Kabul. Zum dritten Mal macht sich der münstersche Skateboard-Pionier auf den gefährlichen Weg Richtung Hindukusch. Abermals geht es darum, sein humanitäres Projekt in der Provinz Herat voranzutreiben.
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