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Marc Lorenz

Vier Meisterschaftstreffer hat Sercan Güvenisik seit Rückkehr zum SC Preußen erzielt – alle auswärts. Ob er Samstag (14 Uhr) im Heimspiel gegen die SV Elversberg 07 einen neuen Anlauf zum ersten Tor auf heimischem Fußballrasen nimmt, ist mehr als fraglich. Sein Mitwirken entscheidet sich erst am Spieltag.

1500 Zuschauer wünscht sich der 1. FC Gievenbeck für sein Spiel des Jahres. Am Mittwoch (17.45 Uhr, Sportpark) wird der Landesliga-Erste nicht in geduckter Haltung die Herausforderung gegen den Favoriten SC Preußen angehen. Im Westfalenpokal-Viertelfinale „haben wir eine Chance – ich bin da ein realistischer Optimist“, beschreibt FCG-Trainer Maik Weßels zuversichtlich.

Das Urteil kommt einem Freispruch gleich: Der Deutsche Fußball-Bund teilte am Montag dem Regionalligisten SC Preußen mit, den am Freitag mit Roter Karte vom Platz gestellten Marc Lorenz für nur ein Spiel zu sperren. Der Linksfuß fehlt Münster also am Samstag in Essen, aber keinesfalls für die befürchtete wochenlange Phase.

Nur weil sich einer in Tatortnähe aufhält, ist er noch lange nicht der Täter. Das gilt auch im Fußball, das galt aber nicht am Freitag in der 33. Spielminute der Partie zwischen dem SC Preußen und Eintracht Trier. Weil er dabei stand, als es ein Gerangel und Wortgefechte gab, sah Marc Lorenz zum zweiten Mal in dieser Serie und innerhalb von 49 Tagen die Rote Karte.

Preußenfußballer Marc Lorenz muss eine Drei-Spiele-Sperre abbrummen. Am Mittwoch wurde der Linksfuß vom DFB-Sportgericht „im Einzelrichter-Verfahren“ wegen einer „Tätlichkeit gegen den Gegner in einem leichteren Fall“ bestraft. Sein Verein akzeptierte die Sperre, gegen die zunächst Protest eingelegt werden sollte.

Kaum machte der SC Preußen einen Schritt nach vorne, fällt er auch schon wieder um zwei zurück. In der Fußball-Regionalliga haben Münsters Fußballer am Samstag vor 4352 Zuschauern beim 1. FC Saarbrücken mit 0:2 (0:2) verloren nach bedenklich schwacher erster Halbzeit. Fünf Minuten vor Abpfiff sah Marc Lorenz die Rote Karte. Eine unberechtigte.

Die Identifikation mit einem Verein kann nicht bei allen Sportlern gleichstark ausgeprägt sein. Unterschiede liegen in der Natur des Menschen, in seiner Vita, seiner Herkunft. Der Fußballer Marc Lorenz ist einer, der sich für und mit dem SC Preußen in Münster besonders begeistern kann.

Der SC Preußen wird nicht mehr in den Abstiegskampf der Regionalliga eingreifen. Ein Münsteraner und Neu-Preuße womöglich auch nicht. Linksfuß Marc Lorenz, mit 25 Viertligaspielen einer der wenigen Dauerbrenner bei der Zweiten des FC Schalke 04, wurde ohne Angabe von Gründen von Trainer Markus Högner beim Auswärtsspiel in Köln aus dem Spielkader gestrichen.

Eine Rückkehr ist perfekt, die für den Fußballer keinen Rückschritt bedeuten soll. Der in Münsters Kreuzviertel heimische Linksfuß Marc Lorenz, der im Juli 21 Jahre alt wird, hat Montag beim Regionalligisten SC Preußen bis Mitte 2011 unterschrieben. Der Stammspieler der Zweiten des FC Schalke 04 hat zuvor ein Angebot des Zweitligisten RW Ahlen abgelehnt.

Ziemlich viel Durchschnitt produzierte die Schalker Regionalliga-Fußballelf in der Hinrunde. Königsblau knüpfte nicht mehr an das Format der letzten Oberligaserie an. 20 Treffer beschreiben den viertschlechtesten Wert dieser Bilanzecke. „Dass wir so nahe an die Abstiegsregion geraten würden, hat niemand erwartet“, gibt Marc Lorenz, der Münsteraner in Gelsenkirchen, offen zu.
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