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RW Essen

RW Essen, aus der Regionalliga verbannter Traditionsverein, hat am Sonntag mit einem Fußballerkader das Training aufgenommen. Der noch nicht für die NRW-Liga zugelassenen Mannschaft gehört überraschend der Münsteraner Stephan Tantow (Foto l.) nicht an. Der beim Westfalenliga-Aufsteiger 1. FC Gievenbeck ausgeschiedene 20-Jährige ist bitter enttäuscht.

Nach dem Aufstieg ging es gleich in die Warteschleife. Dort verharrt Stephan Tantow, Rückhalt des Relegations-Königs 1. FC Gievenbeck, noch immer. Der 20 Jahre junge Keeper aber hat allen Grund, zuversichtlich zu sein. Die Wahrscheinlichkeit steigt, dass er in Kürze den Wettbewerb um RW Essens neue Nummer eins aufnehmen kann.

Das Kommen und Gehen bei Preußen Münsters Liga-Konkurrent Sportfreunde Lotte geht munter weiter: Der in Münster lebende Keeper Andre Poggenborg (Foto) schließt sich Eintracht Trier an, die zuletzt für RW Essen eingesetzten Sebastian Stachnik und Sergej Neubauer kommen neu in den Fußballerkader von Trainer Maik Walpurgis.

Der 29 Jahre alte Stefan Kühne wird ein Preußenfußballer. Der 1,86 m lange gebürtige Wiesbadener kommt vom Drittligisten FC Carl Zeiss Jena zum Regionalligisten und kann hier vor der Abwehr eine der vakanten Schlüsselpositionen in Marc Faschers neuem Aufgebot einnehmen.

Der Revierklub RW Essen darf nicht mehr in der vierten Fußball-Klasse spielen. Freitagnachmittag gab der Verein hunderten von Fans, die am Stadion zusammen gekommen waren, bekannt, dass der Deutsche Fußball-Bund die Lizenz für die neue Regionalligasaison nicht erteilt hat. Auch am Rhein gehen die Lichter aus: Der Bonner SC bekommt ebenfalls keine Zulassung.

Von RW Essen zum SC Preußen nach Münster wechselt Daniel Chitsulo. Der nur 1,70 m große Offensivfußballer soll beim Regionalligisten an der Hammer Straße als Teamplayer in Erscheinung treten, wie Trainer Marc Fascher am Mittwoch sagte. Der Vertrag des 27-Jährigen geht bis 2011 und verlängert sich wie bei Manuel Lenz und Patrick Huckle im Aufstiegsfall.

Ohne große, aber doch nicht ganz ohne Zwischenfälle verlief am Freitagabend das Regionalliga-Fußballspiel zwischen dem SC Preußen und RW Essen (4:0) aus Sicht der Polizei ab. Die Partie im Preußenstadion vor 6309 Zuschauern lief störungsfrei ab. Vorher und nachher musste eingegriffen werden.

Das war zu deutlich, um irgendeiner Seite egal zu sein. Erstmals unter Trainer Marc Fascher lieferte der SC Preußen daheim ein Qualitätsspiel ab und verbesserte am Freitag mit dem 4:0 gegen RW Essen die Karten des Hamburgers, über die Serie hinaus im Fußballamt zu bleiben. Dass er das will, ist unstrittig. Ob er das darf, ist noch nicht raus.

Die nächste Auflage des alten Schlagers ging an den SC Preußen. Im Regionalliga-Fußballspiel vor 6309 Zuschauern setzte sich Münsters Mannschaft am Freitag nach sehr gelungener Vorstellung mit 4:0 (2:0) gegen Rot-Weiß Essen durch und überflügelt den Revierklub in der Tabelle. Dieser Prestigepunkt geht an die Adlerträger.

Die sportlich bedingte Rivalität und die Attraktivität der Namen der beteiligten Klubs müssen heuer herhalten, um dem Freitagspiel (19 Uhr, Preußenstadion) zwischen dem SC Preußen und RW Essen ein bisschen Glanz zu verleihen. Das Regionalligaspiel wird so oder so nicht mehr als eine Momentaufnahme im Fußballalltag.
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