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Hospiz

In den letzten Tagen, Wochen und Monaten vor dem Tod noch möglichst normal leben - mit der Familie und Freunden, schmerzfrei, zudem gut versorgt: In Münster ist das möglich dank zahlreicher Dienste und Einrichtungen, die untereinander eng vernetzt sind.

Er ist der Star - Götz Alsmann, einer der Sympathieträger des Westdeutschen Rundfunks ("Zimmer frei"). Weil dem Publikumsliebling auch in Münster, seinem Geburtsort, viele Sympathien gewiss sind, gehört das von ihm moderierte „Lebensfest“ zu den Heimspielen. Ein Termin, bei dem sich der Charmeur stets in Hochform präsentiert.

Er ist der Star, der Publikumsliebling - Multitalent Götz Alsmann ("Zimmer frei"). Mit seiner charmanten, dann wieder schnoddrigen Moderation sorgt er stets für die rhetorischen Raffinessen. Beim "Lebensfest" am Samstag, 10. April, in der Halle Münsterland - eines seiner Heimspiele - wird das WDR-Ass wie gewohnt zur Hochform auflaufen.

Ehe es das „Brücken-Team“ der Universitäts-Kinderklinik gab, starben 80 Prozent der schwerstkranken Kinder in der Klinik, nur 20 Prozent konnten die letzten Wochen oder Tage ihres Lebens zuhause verbringen. Heute – im vierten Jahr der Arbeit des Fachteams – hat sich Verhältnis genau gedreht.

„Mögen Sie Märchen? Dann lauschen Sie den Geschichten!“ Mancher Besucher der Innenstadt hielt inne und folgte heute (Samstag) der nicht alltäglichen Aufforderung zu einem Ausflug ins Reich der Fantasie.

Noch herrschten sommerliche Temperaturen: Bei strahlendem Sonnenschein erfreuten sich zahlreiche Besucher am „Handorfer Herbst“, der traditionellen, bunten Festmeile. Dass an diesem Sonntag im östlichen Stadtteil alles anders war als sonst, konnte man schon von weitem sehen.

Es war einer der wenigen Momente im Leben von Christoph Strässer, in denen der Bundestagsabgeordnete reichlich verdutzt wirkte. Da stand er plötzlich unter dem Scheinwerferkegel der Halle Münsterland, hatte soeben den Hauptpreis, ein schmuckes, nagelneues Gazelle-Rad gewonnen - damals, Ende April, bei der Benefiz-Gala zu Gunsten des Lebenshauses.
Es wird kräftig gebaut am Handorfer Lebenshaus: Seit knapp einem halben Jahr entsteht dort der dringend notwendige Anbau. Auch der alte Gebäudekomplex des Hospizes soll nun umgerüstet werden: Am kommenden Wochenende ziehen Gäste und Personal daher vorübergehend in das Johanniter-Stift an der Weißenburgstraße.

Rund 11 000 Stunden haben die 39 Frauen und Männer im Jahr 2008 von ihrer Freizeit gegeben, bekommen keinen Cent dafür, sind stattdessen durchgängig mit emotional stark belastendenden Situationen beschäftigt und sagen dennoch übereinstimmend: „Wir fühlen uns beschenkt“. Die Ehrenamtlichen der Hospizbewegung Münster sind eine ganz besondere Bürgerbewegung.

Seit der Eröffnung Ende der Neunziger sind zehn Jahre vergangen. Ein Zeitraum, in dem sich das Lebenshaus in Handorf unentbehrlich machte. „Zugleich“, sagt Geschäftsführer Franz-Josef Dröge, „konnten wir aber auch feststellen, wo es uns an den notwendigen, logistischen Voraussetzungen mangelt.“ Deshalb soll nun Abhilfe geschaffen werden.
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