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Roger Schmidt

Er kommt tatsächlich zurück nach Münster. Fußballnationalspieler und WM-Größe Arne Friedrich kann am 15. August den Teamkollegen seines neuen Klubs VfL Wolfsburg zeigen, wo es im Preußenstadion lang geht.
Mit seiner Unterschrift für die VW-Städter wird der Innenverteidiger, Jahrgang ´79, seinen zweiten DFB-Pokalauftritt binnen eines Jahres an der Hammer Straße besiegeln.

Trainiert er weiterhin schmerzfrei, ist er Samstag dabei. Letztmals. Den Saisonabschluss im Preußenstadion gegen Bochums VfL-Zweite will der Gronauer Fußballer Jens Wissing (22) nutzen, um sich zu verabschieden. Mit dem 84. Ligaspiel für eine SCP-Erste, zu der er seit Mitte 2007 gehört wie der Ball zum Spiel.

Mehrmals verschob der A-Lizenzinhaber Roger Schmidt sein Vorhaben, am Montag aber betritt er Neuland: Der am 19. März beim SC Preußen ausgeschiedene Trainer geht an die Hennes-Weisweiler-Akademie zu Köln und büffelt sich mit 23 anderen Kollegen zum Fußballlehrer. Nach zehn Monaten oder 44 Wochen gipfeln Fort- und Ausbildung in der Prüfung zur höchsten Lizenz.

Der neue Preußentrainer, dessen Vorstellung der Fan-Stammtisch am Dienstag eigentlich galt, musste eine Weile zurück stehen. Vielen der rund 70 Fußballanhängern des Regionalligisten war nach Vergangenheitsbewältigung – Klubchef Marco de Angelis musste sich stellen und stellte sich auch. Gemeinsam mit Sercan Güvenisik begleitete er Marc Fascher.

Am Samstag, kurz nach zehn Uhr, fuhr Roger Schmidt letztmals am Stadion vor. Preußen Münsters am Freitag beurlaubter Cheftrainer ging in die voll besetzte Kabine und verabschiedete sich von seiner Mannschaft, mit der er sich so sehr identifiziert hatte. Das kurze wie sehr emotionale Treffen ging allen an die Nieren.

Diese Mischung trägt kein Spiel mehr. Der 2007 zum SC Preußen gekommene Cheftrainer Roger Schmidt, vorzeitig wie großzügig bis Mitte 2012 gebunden, wurde noch am Freitag beurlaubt. Er wird sich Samstagvormittag bei der Mannschaft verabschieden.

Fünf Pflichtspiele trägt der SC Preußen binnen 19 Tagen in Münster aus. Anlass genug für die Fans und Freunde des Regionalligisten, sich zu freuen. Normalerweise jedenfalls, aber die emotionale Gemengelage dieser Fußballtage rührt eher Skepsis an.

Die Chancen schwinden, die Hoffnungen auch: Der zur sensationell guten Rückrunde verdammte SC Preußen schafft den Aufschwung nicht, der nötig wäre.

Im fünften Spiel des neuen Jahres mussten die Preußen zum vierten Mal auswärts antreten. Am Sonntag gab es im Sportpark Nord beim Bonner SC ein 2:2 (2:2)-Unentschieden für den münsterischen Fußball-Viertligisten, der nach schwachem Beginn schon 0:2 hinten lag, ehe Sercan Güvenisik als Doppeltorschütze glänzte.

In Verl, Worms und Elversberg wird es wieder nichts mit Regionalliga-Fußball. Der 24. Spieltag ist der nächste zerrissene – wann kann man mal wieder eine verwertbare Bilanz aus der Tabelle lesen?
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