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Kosovo

Leinwand-Premiere am Samstag, 10. April, im Cinema an der Warendorfer Straße: Dort wird ab 14.30 Uhr erstmals der Film „So keres? – Was machst Du?“ gezeigt. Mit der Produktion wird zugleich ein besonderes Projekt dokumentiert.

Betten, die bisher im St. Franziskus-Hospital ihren Platz hatten, werden alsbald in Süd-Ost-Europa zum Einsatz kommen. Das St. Franziskus-Hospital spendet die gebrauchten Gestelle dem Verein Eurobiker Charity e.V. Der wiederum gehört zu einem Motorradclub, der alljährlich eine Tour zu jeweils sozialen Brennpunkten im wachsenden Staatenverbund unternimmt.

Die im Ortsteil Berg Fidel wohnenden Roma-Familien sind wie alle anderen auch von der Abschiebung in den Kosovo bedroht (echo-muenster berichtete). Ein Schicksal, das die Mitglieder des Fördervereins „Alte Post“ nicht ruhen ließ. So sammelten sie innerhalb des Stadtteils 289 Unterschriften, mit denen die Namensgeber gegen eine Rückführung der Eltern und Kinder votieren.

Christoph Strässer, SPD-Bundestagsabgeordneter aus Münster, hat bei der Plenumsdebatte im Berliner Parlament über Menschenrechte die Fraktionen aufgefordert, sich mit den Roma zu solidarisieren, denen hier und anderswo die Abschiebung in den Kosovo drohe.

Der Empfang fiel herzlich aus, als die Linke mitsamt Fraktion und Vorstand am Montagabend der Roma-Siedlung einen Solidaritätsbesuch abstattete. Für die Gastgeber - eine fünfköpfige Familie - setzte es Blumen, für deren Nachwuchs einen Weihnachtsstiefel mit Überraschungen.

62 Menschen, darunter 28 Roma, sollen am Montag, 14. Dezember, in den Kosovo abgeschoben werden. Die Sammelabschiebung per Charterflug nach Pristina hat um 12 Uhr in Düsseldorf begonnen – trotz der katastrophalen Lage im Kosovo. Als Zeichen der Solidarität wird um 17 Uhr zu einer Demonstration in der Innenstadt aufgerufen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker zeigt sich nach eigenen Worten enttäuscht über die Ergebnisse der jüngsten Innenministerkonferenz, bei der sich die Teilnehmer in der Debatte um die Bleiberechtsregelung nur zu einer "Minimalregelung" durchgerungen hatten (echo-muenster berichtete).
„Die Verlängerung des Bleiberechts um zwei Jahre verschafft den betroffenen Flüchtlingen eine Atempause – mehr aber nicht. Wir brauchen weiterhin eine nachhaltige Lösung für langjährig in Deutschland geduldete Menschen“, kritisiert GAL-Ratsfrau Brigitte Hasenjürgen die Vereinbarung der Innenminister, die Bleiberechtsregelung lediglich um zwei Jahre zu verlängern.

Fast 10.000 Personen sind es - 10.000 Personen, denen akut die Abschiebung in den Kosovo droht. Zahlen, die Rechtsreferent Volker Maria Hügel von der hiesigen Gemeinnützigen Gesellschaft zur Unterstützung Asylsuchender (GGUA) nennt. Deshalb ruft die SOS-Rroma-Initiative am Samstag, 21.November, zu einer überregionalen Demonstration in Münster auf.
Das Schicksal vieler Roma-Familien, die seit Jahren in Münster leben, ist ungewiss: Eine von ihnen, die Jasarajs, bekam am 10. August vom Ausländeramt die Abschiebung in den Kosovo ab dem 18. September angedroht, falls sie nicht vorher freiwillig dorthin zurück kehren würde.
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