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Roma

Christoph Strässer, SPD-Bundestagsabgeordneter aus Münster, hat bei der Plenumsdebatte im Berliner Parlament über Menschenrechte die Fraktionen aufgefordert, sich mit den Roma zu solidarisieren, denen hier und anderswo die Abschiebung in den Kosovo drohe.

62 Menschen, darunter 28 Roma, sollen am Montag, 14. Dezember, in den Kosovo abgeschoben werden. Die Sammelabschiebung per Charterflug nach Pristina hat um 12 Uhr in Düsseldorf begonnen – trotz der katastrophalen Lage im Kosovo. Als Zeichen der Solidarität wird um 17 Uhr zu einer Demonstration in der Innenstadt aufgerufen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker zeigt sich nach eigenen Worten enttäuscht über die Ergebnisse der jüngsten Innenministerkonferenz, bei der sich die Teilnehmer in der Debatte um die Bleiberechtsregelung nur zu einer "Minimalregelung" durchgerungen hatten (echo-muenster berichtete).

Begleitet von traditionellen, melancholischen Melodien zogen heute (Samstag) etwa 400 Menschen vom Hauptbahnhof aus durch die Innenstadt. Ihre unmissverständliche Forderung: "SOS – Keine Abschiebung von Roma in den Kosovo".

Da staunte Integrationsminister Armin Laschet nicht schlecht. Als er jüngst die Stadtbücherei zur Vorstellung seines neuen Buches betrat, warteten dort nicht nur die geneigten Zuhörer auf ihn.

Fast 10.000 Personen sind es - 10.000 Personen, denen akut die Abschiebung in den Kosovo droht. Zahlen, die Rechtsreferent Volker Maria Hügel von der hiesigen Gemeinnützigen Gesellschaft zur Unterstützung Asylsuchender (GGUA) nennt. Deshalb ruft die SOS-Rroma-Initiative am Samstag, 21.November, zu einer überregionalen Demonstration in Münster auf.
Das Schicksal vieler Roma-Familien, die seit Jahren in Münster leben, ist ungewiss: Eine von ihnen, die Jasarajs, bekam am 10. August vom Ausländeramt die Abschiebung in den Kosovo ab dem 18. September angedroht, falls sie nicht vorher freiwillig dorthin zurück kehren würde.
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