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Curva Monasteria

In Teilen der vielschichtigen Fanszene des SC Preußen brodelt es. Sichtbar und hörbar für alle Stadionbesucher ist längst, dass sich die Gruppen voneinander abgrenzen. Hinter dem der Öffentlichkeit vermittelten Bild und abseits des sportlichen Geschehens aber spitzt sich ein Konflikt mit Gewaltpotenzial zu.

Fünf erwachsene Männer sind angeklagt wegen schweren Landfriedensbruchs und schwerer Körperverletzung. Dass der Prozess gegen die Fußballanhänger des SC Preußen noch in diesem Jahr beginnt, gilt als unwahrscheinlich. Der „Fall Curva Monasteria“ vom Februar/März wird vor dem Schöffengericht verhandelt. Wegen der höheren Straferwartung, wie die Juristen sagen.

Das Präsidium des SC Preußen hat im Beisein des neuen Fanbeauftragten Manuel Suttrup die von der Polizei angeregten Stadionverbote besprochen. „Bevor wir über Wirkung und Dauer der Verbote urteilen, werden wir jeden einzelnen Fall prüfen und dazu versuchen, weitere Informationen zu erhalten“, sagte Georg Krimphove am Dienstag auf Anfrage von echo-muenster.

Sechs Monate nach den Vorfällen im Preußenstadion rund um den so genannten „Fahnenklau“ und den gewalttätigen Auseinandersetzungen beim Oberligaspiel gegen Rheine steht das Verfahren gegen Beschuldigte unverändert im Status der Ermittlung.

Im Zuge des Ermittlungsverfahrens gegen sieben des schweren Landfriedensbruchs verdächtigen Preußenfans wird zurzeit bei der Staatsanwaltschaft ein zweites Video ausgewertet. Dies sagte auf Anfrage von echo-muenster der Oberstaatsanwalt Wolfgang Schweer.

Seit dem 9. März werden sieben junge Männer des „schweren Landfriedensbruchs“ beschuldigt. Diese Fußballfans des SC Preußen sollen am 22. Februar im Preußenstadion auf den Stehrängen Polizeibeamte attackiert haben.

Das massive polizeiliche Vorgehen gegen Fans der „Curva Monastria“ am 22. März beim Spiel gegen Rheine und am 9. März bei einer Durchsuchung der Vereinsräume ist vielen noch in frischer Erinnerung. Auch Münsters Grünen, die sich vor dem Oberligaspiel am Sonntag (15 Uhr) zwischen dem SC Preußen Münster und der zweiten Mannschaft von Arminia Bielefeld Sorgen machen.

Nach den unruhigen Wochen hat die Curva Monasteria jetzt eine Stellungnahme zu den Vorfällen im Preußenstadion am 22. Februar und jenen in ihren Räumen am letzten Sonntag verfasst. Die Preußenfans stellen für sich fest, „dass wir als Gruppe nicht gewaltorientiert sind“.
Das zurzeit dominierende Thema hat jetzt auch das Fan-Projekt des SC Preußen Münster zu seinem gemacht. In einer im Vorstand entwickelten und beschlossenen Stellungnahme zu den Vorkommnissen im Stadion und im Haus der Curva Monasteria will die Organisation der Anhänger des Fußballklubs „ohne Schärfe und ohne Weichspüler“ Stellung beziehen.

Drei Mann hoch ging die Polizei am Montag an die Öffentlichkeit. Es gab zwei auf den Nägeln brennende Aspekte eines Themas: Der Einsatz im Fanblock des SC Preußen am 22. Februar und die Durchsuchung der Curva-Räume am Sonntag vor dem Fußballspiel des Oberligisten.
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