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Profanierung

„Aus dem, was zu Ende geht, wird ein Aufbruch“. Die Menschen in der übervollen St. Elisabeth-Kirche wollten Weihbischof Franz-Josef Overbeck nur zu gerne glauben, und dennoch floss so manche Träne am heutigen Sonntagmorgen, als die Geschichte des Gotteshauses an der Hamburger Straße als geweihte Kirche mit der Profanierung endete.

"Schön, dass die Pfarrkirche St. Elisabeth offensichtlich erhalten werden soll": Mit diesen Worten kommentiert CDU-Ratsherr Richard-Michael Halberstadt die jetzt bekannt gewordenen Pläne zur weiteren Nutzung des Gotteshauses.

Das Gesicht des Hansaviertels wird sich verändern – doch die St. Elisabeth-Kirche, deren Zeit als geweihtes Gotteshaus am 16. November definitiv endet, wird weiter darin ihren Platz haben. Am Dienstag tagte die Jury, die sich mit der Zukunft der Gemeinde-Gebäude an der Hamburger Straße befasste.

Eine Fahrt über den Cherusker- und den Friesenring zeigt exemplarisch auf, dass sich viel tut in der Gemeinde- und Kirchenlandschaft dieser Stadt. Die Bonifatiuskirche – umgebaut, umgewidmet. Die Versöhnungskirche – Leerstand. Die Dreifaltigkeitskirche – eingezäunt, Einsturz gefährdet. Hier und anderswo müssen Entscheidungen fallen.
Was sich leise und langsam, aber immer deutlicher anbahnte, wird Wirklichkeit: Die St. Elisabeth-Kirche an der Dortmunder Straße wird zum Ende dieses Jahres profaniert – sprich entweiht. Das entsprechende Dekret aus dem Generalvikariat ist vor wenigen Tagen in der Gemeinde Herz-Jesu und St. Elisabeth angekommen und rückt nun den Abschied in greifbare Nähe.
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