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Silke Wagner

Perfektes Timing: Wenn sich am Sonntag, 2. Mai, der Geburtstag von Paul Wulf zum 89. Mal jährt, gibt’s für Freunde und Anhänger des bekannt gewordenen NS-Opfers gleich noch einen Grund zu feiern. Die Querelen um die Paul-Wulf-Skulptur, in der Stadtbevölkerung heiß diskutiertes Objekt von Künstlerin Silke Wagner, haben ein Ende, der Rat hat den Ankauf jetzt abgesegnet.

Am kommenden Sonntag, 2. Mai, würde Paul Wulf 89 Jahre alt werden. Anlass genug für den Freundeskreis des bekannten NS-Opfers, zu dessen Ehren einen Geburtstagskaffee auszugeben: An jenem Sonntag ist wer Lust hat ab 15.30 Uhr zu einer gemütlichen Runde auf dem Servatiiplatz eingeladen. Beiträge von Prominenten sollen ebenfalls auf dem Programm stehen.

"Wohin mit Paul Wulf?" Ein aktuelles Thema, dem sich am kommenden Sonntag, 18. Oktober, ab 16 Uhr im Cuba Nova die "Lokalrunde" annimmt. Zu dem Gespräch unter der Leitung von Oliver Steinhoff wurden Dr. Bernd Drücke, Ruppe Koselleck, Thomas Seifert und Richard-Michael Halberstadt eingeladen.

Rund 40.000 Euro sind es - 40.000 Euro, die derzeit noch fehlen, um die von Silke Wagner für die Skulptur-Projekte 2007 geschaffene Paul-Wulf-Säule dauerhaft zu erwerben. Geht es nach dem Willen der Ratsherren Richard-M. Halberstadt (CDU) sowie Tim Rohleder (GAL), könnte bei der Finanzierung des Kunstwerks aber schon bald ein deutlicher Schritt nach vorn gelingen.

Die Kunstakademie Münster vertritt Münster an prominenter Stelle: Beim Projekt emscherKunst 2010, dem größten Projekt der Kulturhauptstadt im kommenden Jahr, sind Studierende der Akademie gleichberechtigt neben international renommierten Künstlern beteiligt.
„Münsters Geschichte von unten“ (Paul-Wulf-Skulptur) ist wieder da. Nein, noch nicht am von der Bezirksvertretung Münster-Mitte vorgeschlagenen Standort am Servatiiplatz, sondern auf den Tischen der Ratsmitglieder.

Die Paul-Wulf-Skulptur von Silke Wagner - ein Beitrag zur Skulptur Projekte anno 2007 - soll in Münster erhalten werden: Den entsprechenden Bürgerantrag reichte ein Zusammenschluss Kulturschaffender - darunter Protagonisten wie Jürgen Kehrer, Ludger Schnieder oder Ruppe Koselleck - am Donnerstag im OB-Büro ein.

Posthum war Paul Wulf ein letztes Mal zum Politikum geworden, beziehungsweise die Statue von Silke Wagner für die skulptur-projekte 2007. Münsters Kommunalpolitiker lieferten sich im Kulturausschuss und in der Bezirksvertretung ein Hickhack um den Verbleib des Kunstwerks, das sich den Titel „Provinzposse“ redlich verdiente.

Der Kulturausschuss wollte mehrheitlich genau diese beiden Kunstwerke nicht behalten – die Bezirksvertretung Mitte will ihre andere politische Mehrheit am kommenden Dienstag nutzen, um sowohl die Paul Wulf-Statue als auch die Stehle mit Adler als Elemente der Skulpturen-Ausstellung 2007 in Münster zu belassen.
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